Profil und Schlauch Backen-Maßeinheiten
(LCM) Salzbad-Vulkanisationsanlage
Das Salzbad wird eingesetzt, um Dichtungsprofile aus kompakten, mikroporösen und überwiegend peroxidisch vernetzbaren Kautschuk- Mischungen mit und ohne Metallgerüstband aufzuheizen und zu vulkanisieren. Die Profile können ein- und mehrfach produziert werden.
Alle Funktionsgruppen sind konsequent modular aufgebaut. Dadurch kann die mit einem kontrollierten, schonenden Profilabzug ausgestattete Anlage mit nur geringem Aufwand kunden- bzw. prozeßgerecht strukturiert werden. Ungestört möglich ist der Wechsel der Spritzwerkzeuge mit einstell- und abschwenkbarem Einlaufband sowie das Einführen der Profile über die gesamte Anlagenlänge nach pneumatischem Öffnen des unteren Klappensegments.
Bei den kombinierten Sprüh-/Tauch- Anlagen werden bereits am Beginn der Behandlungsstrecken die Profiloberflächen und Profillippen intensiv mit Salz besprüht. Das gewährleistet eine gleichmäßige Anvulkanisation der empfindlichen Bereiche. Die Teilung der Tauchrollenstrecke in zwei bzw. mehrere Sektionen mit separaten Antrieben garantiert die sichere Förderung der Profile und eine Kompensation der Profildehnung.
Für das Zurückhalten des Salzes am Ende der Tauchstrecke sorgen Klopfrollen und Heißluftdüsen. Sie reinigen die Profile intensiv vor und reduzieren den Salzaustrag auf ein Minimum. Das dann noch anhaftende Salz wird in der nachfolgenden Wascheinrichtung entfernt. Das mit Salz angereicherte Waschwasser wird über eine Salzrückgewinnung wieder rückgeführt. Mit dieser kombinierten Einrichtung für die Funktionen Waschen, Kühlen und Recycling wird einer umweltgerechten Produktion in vollem Umfang entsprochen.
Überhaupt kommen TROESTER-Salzbadanlagen den allgemeinen Forderungen nach wirtschaftlichem und umweltfreundlichem Betrieb in besonderer Weise nach: Die Nutzung von Erdgas zur Beheizung der Salzschmelze und die Optimierung des Wärmehaushaltes halten die Energiekosten niedrig. Integrierte Salzrückgewinnungseinrichtungen sowie Rückkühlsysteme vermeiden weitgehend die Immission von Salzen während des Wasch- und Kühlvorgangs.
| Beispiel für Produktionsdaten eines Salzbades LCM 22.5-180.060 |
| Kanalquerschnitt |
max. 180 mm x 60 mm |
| Fördergeschwindigkeit |
0,8 ... 40 m/min |
| Wirksame Salzbadlänge |
21000 mm + Profilvorreinigung 1500 mm |
| Heizleistung |
2 x 90 kW |
| Temperatur-Stellbereich |
180 … 260° C (Betriebstemperaturen) |
| Profildurchsatz |
bis ca. 600 kg/h (abhängig von
Salztemperatur, Profilquerschnitt und Beschleuniger) |
Heißluftkanäle Typ HLK/HLKK
Innerhalb einer Profilanlage wandeln die TROESTER-Heißluftkänale Typ HLK/HLKK Dichtungsprofile aus kompakten, mikroporösen und überwiegend schwefelvernetzbaren Kautschukmischungen mit und ohne Metallgerüstband in elastisches und beständiges Gummi um. Dazu bestehen die Kanalinnenwände aus gut wärmeleitenden Werkstoffen und hochwertig isolierten Verkleidungsblechen. Glatte Transportbänder oder wahlweise formgerechte Rollenstrecken übernehmen die Profilförderung.
Die direkte Beheizung der Heißluft erfolgt über kompakte Gebläse-Elt- Heizregister-Kombinationen oder über ein wirtschaftlich arbeitendes Gasbrennersystem. Bei einer modifizierbaren Heißluftspülung bis 300 °C wird die Wärme optimal an die Profiloberfläche übertragen und die beginnende Vulkanisation beschleunigt. Der Heißluftkanal Typ HLK/HLKK ist so ausgelegt, dass die Kondensation von gasförmigen Mischungsbestandteilen selbst bei kleinen Heißluftmengen verhindert wird.
Effektive Energieausbeute bei der Profilvulkanisation ist auch ein wesentliches Merkmal der elektrotechnischen Ausrüstung dieses Heißluftkanaltyps. Die SPS steuert alle Antriebe, das synchrone An- und Abfahren, regelt die Heißluftkreise und Hilfsaggregate und reguliert die Anlagen-Geschwindigkeit sowie die Sollwertvorgaben für die Temperaturen der Heißluftzonen. Daneben überwacht die SPS die Regelungen und mögliche Fehlerquellen durch SPS-Analyse.
| Technische Daten für den Heißluftkanal Typ
HLK/HLKK |
| Fördergeschwindigkeit |
1,6 … 40 m/min |
| Temperatur-Stellbereich |
20 … 300 °C (an der Einblasposition) |
| Heißluftleistung |
je nach Kanalgröße auf Anfrage |
UHF-Anlage Typ MWK
Der Mikrowellenkanal wird zum Aufheizen von polaren, kompakten und mikroporösen Kautschukmischungen eingesetzt. Die Kautschukmischungen müssen für die Absorption von Mikrowellenenergie geeignet sein. Bei guter Mikrowelleneignung können für die Energieübertragung Mikrowellen- Wirkungsgrade von ca. 60-80 % erreicht werden.
Das Gehäuse besteht aus einem stabilen Rechteckrohrrahmen
mit isolierten Verkleidungsblechen.
Die Kanal- bzw. Gehäusedeckel werden pneumatisch betätigt
und in der Schließposition über Sicherheitskreise
kontrolliert. Der große Öff-nungswinkel ermöglicht die
schnelle Überprüfung der inneren Kanalbereiche. Die
glattwandigen Kanalinnenwände bestehen aus eloxiertem
Aluminium, sind gut wärmeleitend und reduzieren
Mikrowellenverluste.
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